Creative BiTS

Geschichtliches zum Thema "Patchwork und Quilten"

Was ist das überhaupt?

Sicherlich sind Sie schon Expertin auf diesem Gebiet, dann ist das nichts Neues für Sie. Für alle anderen, die Interesse am Nähen haben, mit Patchwork und Quilten aber noch nicht so viel zu tun hatten, deshalb der Versuch, einige der hier verwendeten Begriffe etwas näher zu umreissen.

Patchwork

Die Idee ist nicht neu, aus kleinen Stoff- oder Lederresten wieder etwas Neues zu machen: Engl. to patch heißt eigentlich flicken, zusammensetzen.

Quilten

Was den Quilt vom Flickenteppich unterscheidet, ist sein dreilagiger Aufbau: Oben das Top, in der Mitte die Füllung (engl. batting), darunter die Rückseite des Quilts, auch engl. backing genannt.

Alle drei Teile werden zusammengeheftet (z. B. mit Heftstichen oder Sprühkleber) und anschließend mit der Maschine oder von Hand gesteppt. Dieser Arbeitsgang ist das eigentliche Quilten, bei dem verschiedene Techniken und individuelle Muster zum Tragen kommen, die dafür sorgen, dass der Quilt dreidimensional und reliefartig wird.

Blöcke

Eines der wichtigeren Konzepte des Patchwork ist die Organisation des Tops in Blöcken, die als Untereinheit eines Quilts verstanden werden können. Mehr darüber wird bei den einzelnen Projekten zu finden sein.

Geschichtliches

Die Ursprünge des Quiltens sind vor Jahrtausenden im Orient zu suchen. Um 1200 n. Chr. aus dem Vorderen Orient nach Europa "eingeschleppt", hat sich aus dem Nützlichen eine Form des künstlerischen Ausdrucks entwickelt, die Ihresgleichen sucht. Bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung und Verbreitung des Quiltens hatten und haben die Amish und Mennoniten in den USA und anderswo auf der Welt. Typisch für die in reiner Handarbeit gefertigten Amish Quilts sind kräftige Unifarben kombiniert mit Schwarz und klare geometrische Muster.

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen unterschiedlichster Kulturen auf der ganzen Welt Patchwork und Quilten aus den verschiedensten Beweggründen heraus weiterentwickelt. Auf diese Weise sind sehr charakteristische Stile und Richtungen entstanden, die sich auch im Zuge der Globalisierung heutzutage wieder zu mischen beginnen, was wiederum interessante Möglichkeiten eröffnet.

Was früher aus der Not geboren war, hat über die Jahrhunderte die unterschiedlichsten Richtungen angenommen, von der Babydecke über Bettauflagen, Wandbehänge, Kissen, Taschen, Rucksäcke bis hin zu Westen, Jacken, Krawatten - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dabei muss der künstlerische Anspruch nicht unbedingt im Vordergrund stehen - Alltagstauglichkeit ist durchaus keine Schande, besonders, wenn es um Wearable Art geht.

Übrigens: Wer tiefer in die Geschichte des Quiltens einsteigen möchte, der sollte die Website der Patchwork Gilde Austria besuchen:
http://www.patchworkgilde.at

Form und Farbe

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, seine Kreativität mit Formen und Farben auszudrücken, denken Sie nur an so unterschiedliche Kunstformen wie Malerei, Tiffany, Keramik, ... Unserer unmaßgeblichen Meinung nach sollten Quilts in dieser Reihe nicht fehlen, denn wie kaum eine andere Kunstrichtung ermöglichen sie das Spielen mit Formen, Farben und Mustern. Gleiche Blöcke mit anderen Stoffen zu realisieren heißt, aus einem schier unendlichen Reservoir an Möglichkeiten zu schöpfen.

Spaß

Schon wieder jemand, der den vielzitierten Spaßfaktor hochjubelt, denken Sie? Mitnichten, uns geht es nur darum, Ihnen zu zeigen, dass Patchwork und Quilten Spaß macht, je nach Vorliebe allein oder in der Gruppe!

| Impressum | Zuletzt geändert: 11.06.09 | Powered by phpCMS